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Den Anschluss an die digitale Zukunft nicht verpassen

Juni 2018


Kiel.
Digitalisierung ist in aller Munde: Themen wie digitale Transformation, Industrie 4.0, Automatisierung, Vernetzung, künstliche Intelligenz, Online-Marketing oder Da-tensicherheit gehören bei vielen Unternehmen schon zum Tagesgeschäft; der Einsatz von IT-Lösungen auch in kleineren Betrieben schreitet voran; die Geschwindigkeit der technischen Entwicklung nimmt ständig zu. Dies erhöht permanent den Druck auf Un-ternehmen, sich zu informieren, zu lernen, zu erkennen, was für die eigene Praxis re-levant ist, und schließlich aktiv zu werden – um den Anschluss nicht zu verpassen und sich für die digitale Zukunft sicher aufzustellen.


Mittelständische Unternehmen begegnen diesen Herausforderungen quer durch alle Branchen erfolgreich, aber durchaus differenziert. So haben einer aktuellen KfW-Studie zufolge 42 Prozent aller befragten Unternehmen in den nächsten zwei Jahren Digitalisierungsprojekte geplant, während die restlichen 58 Prozent dies ausschlossen oder noch unentschieden waren. Bei kleineren Unternehmen bis 2,5 Mio. Euro Umsatz lagen diese Quoten bei lediglich 28 Prozent gegenüber 72 Prozent. Oft wurde schlicht kein Bedarf gesehen, oder es traten eine Reihe von Hemmnissen auf, wie etwa Schwierigkeiten bei der Anpassung der Be-triebsorganisation, Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz oder ein Mangel an digitalem Know-how.
Hier setzt RQP mit ihrem Angebot an. Experten zu digitalen Kernthemen wie digitale Kundenbeziehungen, Produktivitätssteigerung, digitale Angebote und Geschäftsmodelle sowie nicht zuletzt Informationssicherheit und Datenschutz stehen bereit, um gerade kleinere Unternehmen bei wichtigen Schritten in die digitale Zukunft zu unterstützen. Dabei werden die jeweiligen digitalen Handlungsfelder mit den betrieblichen Voraussetzungen abgestimmt und passgenaue Lösungen entwickelt.

Digitalisierung nicht als Selbstzweck

"Allerdings darf die Abwägung, ob gute analoge Prozesse digitalisiert werden sollen, nie zum Selbstzweck werden, nur weil es gerade modern ist“, mahnt RQP-Berater Christian de Decker von der procarus Unternehmensberatung in Hamburg. „Jeder Berater sollte genau hinschauen, bevor er zu einer Veränderung betrieblicher Prozessen rät.“ Aus seiner Erfahrung als Berater weiß de Decker aber auch, dass sich digitale Prozesse stabiler, fehlerfreier und kostengünstiger gestalten lassen als analoge. „Außerdem laufen sie meistens schneller ab, wodurch teure Personalzeit besser genutzt werden kann.“


Nicht nur die Produktionsweisen stehen in einer vernetzten und flexiblen digitalen Ar-beitswelt 4.0 vor einem Wandel, sondern auch die Managementpro-zesse. „Agile Teams beschleunigen die notwendigen Innovationsprozesse im Unter-nehmen und erfordern ein neues Selbstver-ständnis der Führung“, erläutert Rainer Lie-benow, RQP-Berater von der AS(S) Unter-nehmensberatung GmbH aus Hamburg. Das verlangt laut Liebenow eine veränderte Unternehmenskultur weg vom Durchsetzen von Vorgaben und Regelungen, hin zu einem motivierenden und kreativen Miteinander. „Die heutigen Managementsysteme müssen deshalb nicht nur digitalisiert werden, sondern die Führungskräfte und ihre Teams einen ganzheitlichen Change-Prozess durchlaufen, der von RQP-Beratern als Moderatoren und Coaches begleitet werden kann.
Digitalisierung als Chance, mit Produkten und Dienstleistungen neue Märkte zu erreichen
Von großer Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen ist im Zeitalter der Digitalisierung auch der Aufbau einer Online-Strategie. Dazu Christian Polensky von der Everest Consulting Partners GmbH, Hamburg: „Die Digitalisierung bietet Unternehmen aller Branchen die Chan-ce, ihre Produkte und Dienstleistungen in vollkommen neuen Märkten oder auf komplett neue Weise zu vermarkten.“ Allerdings dürfe man den dafür erforderlichen Aufwand nicht unterschätzen. Einfach nur eine Website oder einen Shop zu erstellen, reicht nicht aus. Da auch Wettbewerber plötzlich global sein können, ist es gerade für mittelständische Unter-nehmen vor allem erforderlich, die eigene Positionierung zu schärfen. „Das gelingt am bes-ten durch eine eindeutige strategische Differenzierung oder eine konsequente Nischenstra-tegie“, rät Christian Polensky. „Wird die Positionierung konsequent umgesetzt, unterscheidet sie zukünftig die Sieger von den Unternehmen, die es in der digitalen Welt nicht mehr gibt.“ Zur Stärkung dieser Differenzierung lassen sich hervorragend neue Marketing-Möglichkeiten nutzen, die zum Beispiel Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram zu geringen Kos-ten bieten. Ein Beispiel ist das Video eines schleswig-holsteinischen Handwerksbetriebs, das derzeit auf Facebook kursiert. In dem Clip lässt ein Handwerker eine große Glasscheibe ab-sichtlich herunterfallen, um sich dann an sein Publikum zu wenden und zu erklären, dass er Azubis und Mitarbeiter sucht. Das Ergebnis: 3,8 Millionen Clicks, 34.500-mal wurde das Vi-deo geteilt und mehr als 9.100-mal kommentiert. Die Werbekosten: Keine. „Im Rahmen einer Digitalisierungsberatung des Marketings gibt es viele Bereiche, in denen sich Werbebudget weitaus sinnvoller einsetzen lassen als beispielsweise mit einem klassi-schen Telefonbucheintrag“, sagt RQP-Berater Patric Stöbe aus Wees bei Flensburg. Eine Analyse des Marketing-Ist-Zustandes könne relativ schnell und klar aufzeigen, welche digita-len Alternativen es für das Unternehmen und die Branche gibt.
Möglichkeiten kaufmännischer Software voll nutzen
Enormes Potenzial selbst für kleine Unternehmen bietet beim Thema der Ein-satz einer zeitgemäßen kaufmännischen Software. Im deutschen Mittelstand haben zwar mittlerweile viele Unternehmen entsprechende Computerprogramme, aber: „Im Rahmen von Prozessanalysen stellt man jedoch immer wieder fest, dass der Funktionsumfang nur zu ei-nem erschreckend kleinen Teil genutzt wird“ beklagt Unternehmensberater Christian de De-cker. „Dies bedeutet eine Vernichtung finanzieller und zeitlicher Ressourcen, die zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit geht.“ Hier kommt ein Berater wie de Decker zum Zuge, der an-hand einer Analyse betrieblicher Ablaufstrukturen ermitteln sollte, welche Prozesse sich zur Digitalisierung eignen und ob vorhandene Software den notwendigen Funktionsumfang bie-tet. „Die Optimierung führt schnell zu einem strategischen Vorteil als eigentlicher Gewinn der Veränderungsprozesse“, so de Decker.
Digitalisierung fördern lassen
Auch wenn Digitalisierung mittelfristig zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann, erst einmal belasten die Veränderungen Budgets. Die Frage: Wie stemmt man Investitionen in Digitalisierungsprojekte parallel zu anderen wichtigen Vorhaben? Die Antwort gibt Dr. Ralf Pulz von der Managementberatung Dr. Pulz & Partner aus Groß Grönau: „Die Digitalisierung wird derzeit hauptsächlich aus dem Cashflow sowie mit innovativen Instrumenten, wie etwa Leasing, Miete und Pay-per-use bezahlt. Erst mit weitem Abstand folgen Bankkredite und öffentliche Fördermittel.“ Dr. Pulz kennt aber auch relevante Fördermöglichkeiten:
  • Reguläre Investitionsdarlehen, ggf. in Verbindung mit Bürgschaften oder stillen Beteiligungen (Förderprodukte der KfW und der Landesbanken SH)
  • Spezielle Investitionsdarlehen für Digitalisierungsprojekte (ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW)
  • Investitionszuschüsse für Digitalisierungsprojekte (Förderrichtlinie „Betriebli-che Prozess- und Organisationsinnovationen“ (POI) im Landesprogramm Wirtschaft SH)
  • Kostenzuschüsse für externe Beratungsleistungen (Förderprogramm „Förde-rung unternehmerischen Know-hows“ des BAFA, Förderrichtlinie „go-digital“ des BMWi, Beratungsmodule IT-Sicherheit, digitale Markterschließung und digitale Geschäftsprozesse)
Noch würden diese Förderprogramme relativ selten genutzt, erläutert Dr. Pulz. Dabei könn-ten gerade kleinere Unternehmen bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz sowie junge Unternehmen davon profitieren: „Bei diesen Gruppen macht Studien zufolge die Finanzierung zwischen 9 und 22 Prozent aller genannten Digitalisierungshemmnisse aus.“
RQP steht nicht nur für eine Beratung, Beantragung und Abwicklung rundum öffentlicher Fördermittel zur Verfügung. Gern informiert das Team an den Standorten Kiel, Hamburg, Hannover und Schwerin, wie Experten bei der sinnvollen Umsetzung von Digitalisierungs-prozessen helfen können und welche Kosten damit verbunden sind.



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