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Erfolgsrezept Empathie: Berater müssen wissen wie der Kunde tickt

Dezember 2015
RQP-Beraterin Ute Rieger entwickelt mit Feingespür für Details frisches Profil für den Landgasthof BERGERS’S wild & wunderbar in Enge-Sande
 
Enge-Sande, Kiel. „Vielleicht sind wir ein wenig frech.“, heißt es auf der Internetseite des Landgasthofes „BERGER‘S wild & wunderbar“ aus Enge-Sande in Nordfriesland. Und weiter: „Ganz sicher sind wir ausgestattet mit einer guten Portion Mut und noch mehr Leidenschaft, der Freude an der Herausforderung, Neues auszuprobieren, und der puren Lust am Leben.“ Damit wird deutlich: Die Inhaber Susanne und Uwe Berger sind ein wenig anders, als man es von einem Landgasthofbetreiber auf dem platten Land erwartet. Kreativ setzt das Ehepaar zeitgemäße Restaurant- und Hotelkonzepte um, die Aufsehen erregen. Dabei agieren die Nordfriesen allerdings nicht planlos im luftleeren Raum. Gerade für ihre außergewöhnlichen Visionen und dem damit verbundenen Kommunikationskonzept sowie Erscheinungsbild haben sie sich Hilfe von der RQP-Beraterin Ute Rieger von der Cordes Rieger Consulting GmbH aus Kiel geholt. „Wichtig für das Beratungsprojekt war, dass der Berater weiß wie wir ticken und mit uns gemeinsam Ideen entwickelt, die zu uns passen“, betont Susanne Berger. Eine Erfolgsgeschichte in Sachen Dialog und Empathie.

Ute Rieger hat viel Zeit investiert, um möglichst viele Einzelheiten über Susanne und Uwe Berger und ihren Landgasthof in Enge-Sande zu erfahren. „Es ist für uns sehr wichtig, Unternehmer kennenzulernen bevor wir einen Auftrag annehmen“, sagt die erfahrene Beraterin. „Wir können doch kein Visionen und keine Konzepte entwickeln, die nicht nachhaltig zum Kunden passen. Wir bauen keine Luftschlösser.“ Die Berater von Cordes und Rieger führen daher immer erst mit Feingefühl ein Kennenlerngespräch, bei dem sogar die Sympathie geprüft wird. Ute Rieger: „Man muss sich aufeinander einlassen können.“ Funktioniert das nicht, wird ein Kunde auch mal abgelehnt.“ Wichtig sei für Unternehmer darüber hinaus, dass der Berater ausreichend fachliche Expertise mitbringe. „Er muss uns ernst nehmen und spüren, dass wir ihm ebenfalls auf Augenhöhe begegnen.“
Aufgabe von Cordes Rieger war es, für Berger’s Landgasthof ein neues Profil zu entwickeln. Alleinstellungsmerkmale zu definieren, um mit einem neuen Design und modernen Kommunikationskanälen die Bekanntheit des Gastronomie- und Hotelbetriebs zu erhören. Aufbauen konnten die Berater auf viele eigene Ideen der Familie Berger. „Mit Analysen und Workshops haben wir diese Punkte herausgearbeitet. Manchmal schlummern da wahre Schätze, die wir dann mit unserem Know-how zu einem Gesamtkonzept zusammenfügen, das am Markt zukunftsfähig ist“, so Ute Rieger. Herausgekommen ist BERGER’S wild & wunderbar. Eine moderne Außendarstellung, die dem Betrieb mehr als gerecht wird: Anders, unkonventionell und doch ländlich – bis hin zur hochwertigen, „wilden“ Küche mit Wildkräutern aus dem eigenen Garten, natürlich leckeren Wildgerichten und einer dazu passenden Dekoration.
Susanne und Uwe Berger sind mit dem Ergebnis jedenfalls hochzufrieden und können sich mit der Vermarktungslinie ihrer besonderen Produkte sehr gut identifizieren – sind sie doch selbst etwas wild und unkonventionell. Und bei Unklarheiten greifen sie nach wie vor zum Telefon, um in Kiel anzurufen. „Wir lassen unsere Kunden nach der Konzepterstellung nicht allein, sondern bleiben in der Verantwortung“, erläutert RQP-Beraterin Rieger. „Es macht doch Spaß, den Erfolg auch miterleben zu dürfen.“
 
 
„Unternehmer und Berater müssen zueinander passen“
 
Susanne Berger führt seit 1991 gemeinsam mit ihrem Mann den Landgasthof in Enge-Sande. In einem Gespräch mit RQP-Info-Redakteur Jörg Manthei berichtet sie von ihren Erfahrungen mit RQP-Beratern.
 
RQP-Info: Hochgebildete Männer in dunklen Anzügen, die Konzepte von oben durchdrücken: Es ist nicht immer gut um das Image von Unternehmensberatern bestellt. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Berger: Total gut. Ich mache das in erster Linie an der Persönlichkeit fest. Unternehmer und Berater müssen zueinander passen. Hier verfügt RQP ja über viel Know-how, um passgenau zu vermitteln. Bei Cordes und Rieger fühlten wir uns von Anfang an gut aufgehoben und hatten Vertrauen.

RQP-Info: Wie entsteht so ein Vertrauen?

Berger: Über Einfühlungsvermögen und Gespräche. Frau Rieger hat sich unseren Betrieb sehr genau angeschaut, was bei uns sehr gut angekommen ist. Wir sind dann nach Kiel gefahren, um zu reden und ein Brainstorming durchzuführen. Als wir dann immer noch unsicher waren und viele Fragen hatten, hat sich die Beraterin geduldig Zeit für ein zweites Gespräch genommen. Wir sind also dort abgeholt worden, wo wir mit unseren eigenen Ideen gerade waren und wurden anschließend weiter begleitet – bis heute übrigens. Im Ergebnis haben wir ein Konzept, das zu uns passt und für das wir wirklich brennen.

RQP-Info: Und aus einem klassischen Langasthof, wie es sie zu hunderten gibt, wurde mit Hilfe der Beraterin etwas Wunderbares?

Berger: Unser Betrieb ist immer renoviert gewesen. Wir haben immer investiert und waren einigermaßen auf dem neuesten Stand. Auch den Neubau haben wir allein bewältigt. Aber irgendwann hatten wir das Gefühl, etwas Neues machen zu müssen, uns neu darzustellen. So war die Auslastung unseres Saals für 240 Gäste rückläufig, weil wir am Markt nicht genug wahrgenommen wurden. Wir hatten keine Alleinstellungsmerkmale, moderne Arrangements und waren auch nicht in den Social Media aktiv. Nun sind wir komplett neu aufgestellt…

RQP-Info: … mit der Marke BERGER’S wild & wunderbar. Wie ist diese Idee entstanden?

Berger: Mit Brainstorming und Gesprächen. Wissen Sie, unsere Räumlichkeiten und Stile hier im Haus sind sehr unterschiedlich. Von echten Antiquitäten, über den Landhausstil und Kronleuchter im Saal bis hin zu sehr modernen Zimmern finden Sie bei uns eine abwechslungsreiche Vielfalt. Das ist dieses wild und wunderbar. Dann sind wir als Eigentümer wohl auch etwas anders als andere Landgasthofbesitzer, sagt jedenfalls Frau Rieger. Ich hatte bisher die Liebe zu meiner Harley Davidson immer etwas versteckt, um Gäste nicht zu irritieren. Mit dem neuen Konzept ist die Maschine nicht nur zentral auf die Internetseite gerückt, sondern steht auch im Eingangsbereich des Hotels.

RQP-Info: Auf welche Resonanz ist das neue Konzept gestoßen?

Berger: Die Gäste sind begeistert und ehrlich gesagt – wir auch. Wir brennen regelrecht für das neue Konzept, weil es so ist wie wir selbst.

RQP-Info: Haben Sie abschließend einen Tipp für andere Unternehmer, die sich bislang vor Beratungsprojekten scheuen?

Berger: Es ist sehr hilfreich, sich externen Sachverstand zu holen. Man kann sich doch nicht um alles selbst kümmern. Allerdings sollte man schon eigene Ideen und Vorstellungen haben, vor allem, wenn man etwas nicht möchte. Mit einem afrikanischen Stil als Alleinstellungsmerkmal in Nordfriesland wäre ich nicht einverstanden gewesen. Es geht doch darum Expertenkompetenz zu nutzen, um Konzepte zu entwickeln, die man in der Realität leben kann.

RQP-Info: Frau Berger, vielen Dank für das Gespräch.
 
 
Profil: BERGER’S wild & wunderbar
 
BERGER’S Landgasthof wild & wunderbar ist ein echtes Stück nordfriesischer Geschichte und Gastfreundschaft. Das historische Haus steht seit 1892 in Enge-Sande und ist seit 1972 im Besitz der Familie Berger. Was am Anfang „nur“ als Gasthaus begonnen hat, ist über die Jahrzehnte kontinuierlich gewachsen: 1976 wurde ein großer Saal gebaut, 1978 wurden die ersten Gästezimmer eröffnet. 1991 übernahmen Susanne und Uwe Berger den Familienbetrieb. Kontinuierlich hielten sie den Landgasthof auf der Höhe der Zeit, zuletzt mit einem zusätzlichen Hotelgebäude mit acht Zimmern. Weitere Informationen unter www.bergers-landgasthof.de.
 
RQP-Beraterprofil: Robert Cordes und Ute Rieger (Cordes Rieger Consulting GmbH, Kiel)
 
Robert Cordes und Ute Rieger beraten Hotellerie, Gastronomie und Freizeitunternehmen. Ihr Leistungsspektrum beinhaltet von der individuellen Analyse über die Konzeptentwicklung bis hin zum Pre-Opening-Management sämtliche Bereiche der touristischen Beratung. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Unter-nehmerpersönlichkeit sowie die Stärken und Schwächen, die Chancen und Risiken und vor allem der Innovationsgedanke. Dabei behalten sie – auch im engen Austausch mit der Wissenschaft – Zukunftsforschung, aktuelle Trends und realistische Umsetzungsmöglichkeiten im Fokus ihrer Arbeit und wissen so, welche Konzepte und Veränderungen echte Chancen bieten.
 
 
„Unternehmer und Berater müssen zueinander passen“
 


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