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Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ neu aufgelegt: Zuschussmöglichkeiten für Mittelständler vereinfacht – Hürden für Berater deutlich höher gehängt

April 2015
Berlin/Kiel. Mittelständische Unternehmer müssen sich wie nie zuvor den Herausforderungen einer nachhaltigen Personalpolitik stellen. Demografischer Wandel, Fachkräfte- und Nachwuchsmangel oder krankheitsbedingte Engpässe erfordern einen massiven Zeit- und Ressourceneinsatz, aber auch spezielles Know-how. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat daher mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) das Förderprogramm ‚unternehmensWert: Mensch‘ neu aufgelegt. Start ist im August 2015. Ziel des Programms für eine moderne Personalpolitik im Mittelstand ist es, Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung von zukunftsfähigen und mitarbeiterorientierten Personalstrategien zu unterstützen.

Förderfähige HandlungsfelderDas Programm ist auf zunächst drei Jahre angelegt und umfasst ein Budget von rund 43 Millionen Euro. Gefördert werden Beratungsleistungen in den vier zentralen personalpolitischen Handlungsfeldern: Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz. Beantragt werden können maximal zehn Beratertage, die je nach Unternehmensgröße von 50 bis zu 80 Prozent gefördert werden. Bei dem geförderten Tagessatz von 1.000 Euro bedeutet das eine Bezuschussung von bis zu 5.000 bzw. 8.000 Euro. Dafür können ab August Beratungsschecks in den bundesweit errichteten Erstberatungsstellen beantragt werden. Neu ist in dem Verfahren ein Ergebnisgespräch, in dem Erstberatungsstellen und Unternehmen nach Abschluss der Prozessberatung gemeinsam Bilanz ziehen und mögliche nächste Schritte besprechen.
Während sich für Antragssteller vieles vereinfacht hat, wurden die Hürden für Berater höher gelegt. RQP-Experten, die von dem Programm profitieren wollen, müssen sich ab Mai einem Autorisierungsverfahren unterziehen und weitreichende Bedingungen erfüllen. Mitmachen lohnt sich aber!
Als Kompetenzprofil müssen die „Prozessberater“ künftig unter anderem einen akademischen Abschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie fünf Jahre Berufser-fahrung vorweisen. Zusätzlich müssen eine dreijährige Tätigkeit als Berater, Erfahrungen in der Prozessberatung und Fachkompetenzen in mindestens einem der Handlungsfelder des Programms nachgewiesen werden. Dafür werden zum Beispiel Zertifikate für die Bereiche Organisationsentwicklung, Mediation, Coaching oder Change-Management sowie entsprechende Weiterbildungsmodule und Kundenreferenzen erwartet.
„Die Anforderungen des ESF-Förderprogramms ‚unternehmensWert: Mensch‘ sind für Berater deutlich gestiegen“, bewertet RQP-Geschäftsführerin Tanja Werner die Neuauflage des Förderprogramms. „Zu unserem RQP-Beraterpool zählen jedoch viele Experten, die ausreichend qualifiziert sind. Unternehmenswert MenschSie sollten die Chancen auf jeden Fall nutzen, die ihnen das Programm bietet und sich um eine Autorisierung bewerben. Wir unterstützen gern dabei.“ Die Bewerbung erfolgt voraussichtlich ab Mai über die Programm-Webseite www.unternehmens-wert-mensch.de.

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