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Immer höhere Ansprüche in der Hotellerie: Wer nichts wird, wird noch lange kein Wirt

Dezember 2014
RQP Info: Ausgabe 03/November 2014

Cordes und Rieger schnüren Paket für Hotel SAND Timmendorfer Strand
und machen es zur Vier-Sterne-Lifestyle-Wohlfühlzone.

Timmendorfer Strand. Der Enthusiasmus von Lambertus Muller für sein rundum erneuertes Life-style-Hotel mit dem bezeichnenden Namen „SAND Timmendorfer Strand“ bleibt einem nicht lange verborgen. Eigentlich ist der gebürtige Niederländer Fachanwalt für Steuerrecht. Doch 1993 zog er mit seiner deutschen Frau Marion, einer studierten Touristikerin, nach Travemünde und übernahm hier das Holsten Hotel – zunächst als Assistent des damaligen Besitzers, dann als Pächter und schließlich als Eigentümer. Vor zwei Jahren machten die Mullers ihr mittlerweile ein wenig betagtes Haus mit 46 Zimmern wieder fit für die Zukunft. Dabei verpassten sie den Zimmern nicht einfach nur einen neuen Anstrich. Sondern zusammen mit den RQP-Beratern Ute Rieger und Robert Cordes entwickelten sie Zukunftsvisionen und -strategien, entwarfen ein völlig neues Hotelkonzept, inklusive modernem Styling, Corporate Design und mit „SAND Timmendorfer Strand“ sogar einem neuen Hotelnamen. „Ohne die Unterstützung durch die RQP-Berater hätten wir dieses Mammut-Projekt nicht bewältigt“, ist sich Hotelier Muller heute sicher.

Hotel Sand Timmendorfer Strand
Das neue Hotelkonzept ist voll von Alleinstellungsmerkmalen und verknüpft Nachhaltigkeit mit Lifestyle. SAND steht für Sand Aspires Natural Design (Sand verlangt nach natürlichem Design) und beschreibt den natürlichen Charakter des Hotels. Fast alles ist aus Naturprodukten – von den leckeren Küchenerzeugnissen bis hin zum Interieur: Die Möbel sind aus recyceltem Teakholz und die Betten aus reinen Naturmaterialien, natürliche Stoffe und Accessoires aus Strandgut schaffen im gesamten Hotel ein einzigartiges Ambiente.

Strom und warmes Wasser wird aus Sonnenenergie und einem eigenen Blockheizkraftwerk gewonnen. „Wir sind aber kein Heuhotel“, erläutert Lambertus Muller. „So sind die Zimmer zum Beispiel mit modernen Flachbildfernsehern ausgestattet und es gibt WLAN im gesamten Haus.“ Perfektes Symbol für das Marketing-, Business- und Wohlfühlkonzept aus der Feder von Cordes und Rieger aus Kiel ist schon der mit einem Designerpreis ausgezeichnete Zimmerschlüssel. An einem hochmodernen Transponder hängt eine Hanf-kordel mit einem Stück Treibholz.
Familie Muller
„Gegen Ende der Umbauphase hatten wir einen Gast, der überhaupt nicht zufrieden war“, erzählt Hotelier Muller. „Ich war völlig erledigt, denn wir hatten schone eine dreiviertel Million Euro investiert. Doch dann habe ich realisiert, dass ein zielgruppenorientiertes Konzept auch zielgruppenorientiert funktioniert und nicht jeden anspricht. Das heißt nicht, dass das Produkt und Angebot falsch sind.“

Sogar das Personal musste nach und nach ausgetauscht werden, um den neuen Ansprüchen zu genü-gen. „Ein zukunftsfähiges System funktioniert nur, wenn alle auf hohem Niveau mitziehen.“ Gute Mitarbei-ter müsse man, wie es auch in anderen Branchen der Fall ist, durch besondere Vorteile an das Hotel zu binden. So sind schon zwei schicke SAND-Dienstwagen unterwegs.

Für die Bemühungen gibt es in diesen Tagen für das SAND den vierten Stern. Zeit zum Zurücklehnen ist aber trotzdem nicht. „Jeden Tag haben wir neue Ideen, was wir alles verbessern können. Bei unseren Beratern holen wir uns dann immer eine zweite Meinung, damit sich unsere Gäste am Ende auch wirklich wohlfühlen und entspannen.

Übrigens ist Lambertus Muller so begeistert von seinem neuen SAND-Konzept, dass er es schon als Marke für Hotellerie und Gastronomie schützen ließ. Nun möchte er ein Franchise-Konzept daraus entwi-ckeln. Und auf dem Weg dorthin will er sich auf jeden Fall von den RQP-Beratern Ute Rieger und Robert Cordes begleiten lassen. Man darf gespannt sein.

Es war höchste Zeit etwas Neues auszuprobieren

RQP-Berater Jörg Manthei im Gespräch mit RQP-Beraterin Ute Rieger von Cordes Rieger Consulting und dem Hotelier Lambertus Muller, Inhaber des „SAND Timmendorfer Strand“
 
RQP Info: Herr Muller, wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen RQP-Berater einzusetzen?

Muller: Meine Frau und ich führen das Hotel, das vorher „Am Timmendorfer Hof“ hieß, schon seit über 20 Jahren. Wir haben immer Gewinne erwirtschaftet. Aber irgendwann tauchten für einige Zimmer im Internet die ersten negativen Bewertungen auf. Da wussten wir, dass wir über die Jahre betriebsblind geworden sind und es höchste Zeit war, mal etwas komplett Neues auszuprobieren. Die Sparkasse Holstein hat mir empfohlen, Cordes und Rieger um Rat zu fragen.

RQP Info: Frau Rieger, warum ist ihr Team der richtige Partner für derartige Projekte?

Hotel Sand Timmendorfer StrandRieger: Cordes und Rieger beraten seit 20 Jahren erfolgreich bei allen Themen rund um Hotellerie, Gastronomie und Freizeitunternehmen. Wir verfügen über umfassende praktische Erfahrung sowie ein ausgezeichnetes Know-how in der Beratung, das wir gut mit unseren Kompetenzen im Bereich Marketing kombinieren können. Ein zentrales Thema ist die Zukunftsforschung. Hier sind wir immer up to date, dass wir die Entwicklung in den kommenden 20 Jahren vermutlich gut einschätzen können. Das ist wichtig für die Erstellung von Strategien und Konzepten für Hotels wie dem SAND Timmendorfer Strand.
 
Das Beratungsunternehmen Cordes und Rieger ist ein branchenspezifisches Beratungsunternehmen für die Hotellerie, Gastronomie und Tourismus. Das Team Cordes und Rieger besteht aus 10 Köpfen. Alle Mitglieder des Teams haben neben einer fundierten Ausbildung in der Hotellerie z.T. langjährige Führungserfahrungen im internationalen Hotelbusiness. Das Leistungsspektrum beinhaltet von der individuellen Analyse über die Konzeptentwicklung bis hin zum Pre-Opening-Management sämtliche Bereiche der touristischen Beratung. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Unternehmerpersönlichkeit sowie die Stärken und Schwächen, die Chancen und Risiken und vor allem der Innovationsgedanke. Dabei behalten sie - auch im engen Austausch mit der Wissenschaft - Zukunftsforschung, aktuelle Trends und realistische Umsetzungsmöglichkeiten im Fokus ihrer Arbeit und wissen so, welche Konzepte und Veränderungen echte Chancen bieten.

RQP Info: Was haben Sie der Familie Muller empfohlen?

Muller: Ich sollte alle Zimmer neu machen und habe gesagt: Sie sind verrückt! Die sind doch alle neu. Dann hat mich meine Frau daran erinnert, dass die neuesten Zimmer schon über zehn Jahre alt waren. Das war mir völlig entgangen. Der Grundstein für eine Zusammenarbeit mit Cordes und Rieger war gelegt. Das Ergebnis können Sie heute sehen, ein modernes und sehr erfolgreiches Lifestyle-Hotel, auf das wir richtig stolz sind und wo die Gäste sich wohlfühlen. Wir bekommen gerade unseren vierten Stern.

RQP Info: Wie sind Sie an das Projekt herangegangen?

Rieger: Erst einmal haben wir eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, mit den Banken gesprochen und ein Finanzierungskonzept erarbeitet. RQP hat sich um Fördermittel gekümmert. Dann haben wir gemeinsam eine Vision entwickelt. Was für ein Haus soll es werden? Wie kann es sich abgrenzen? Welche Zielgruppen sollen kommen?

RQP Info: Herausgekommen ist das Hotel SAND…

Muller: … ohne Hotel. Wir sagen nur SAND Timmendorfer Strand. Hotel klingt wie Hotel. Wir wollen für unsere Gäste aber mehr sein – eine Wohlfühlzone.

RQP Info: Ok. SAND Timmendorfer Strand. Wie ist die Idee für dieses Konzept entstanden?

Muller: Es war unsere Idee, noch mehr als bisher auf Nachhaltigkeit zu setzen. Ein eigenes Blockheizkraftwerk und Solarzellen für warmes Wasser hatten wir schon. Der Name ist mir und meiner Frau eingefallen…

Cordes: … und wir konnten dann sehr gut damit weiterarbeiten.

Muller: Das ist das Gute an der Zusammenarbeit. Sie kommen nicht arrogant rüber, sondern die ganze Zeit haben wir gemeinsam an einem Strick gezogen.

Cordes: Vielen Dank. Aber so ein Projekt funktioniert nur, wenn man auf Augenhöhe miteinander spricht und Konzepte am Ende zum Kunden passen. Denn gute Ideen reichen am Ende nicht aus. Sie müssen konsequent durchgestylt und umgesetzt werden. Ein Hotel muss für den Gast komplett erlebbar werden – vom ersten Kontakt im Internet bis zur Abreise, vom Logo bis zur Matratze.

RQP Info: Lassen Sie sich nach Abschluss des Projekts weiter beraten, Herr Muller?

Muller: Das Projekt wird nie abgeschlossen sein. Jeden Tag kommen neue Ideen. Und daher ein ganz klares Ja. Ich kann jedem Hotelier nur empfehlen, sich externen Sachverstand anzuhören. Es heißt zwar immer: Wer nichts wird wird Wirt. Das stimmt aber nicht. Hotellerie und Gastronomie ist ein sehr anspruchsvolles Fach. Da kann eine Expertenmeinung überlebenswichtig sein.

RQP-Beraterprofil: Robert Cordes und Ute Rieger (Cordes Rieger Consulting GmbH, Kiel)

Das Beratungsunternehmen Cordes und Rieger ist ein branchenspezifisches Beratungsunternehmen für die Hotellerie, Gastronomie und Tourismus. Das Team Cordes und Rieger besteht aus 10 Köpfen. Alle Mitglieder des Teams haben neben einer fundierten 
Cordes Und Rieger
Ausbildung in der Hotellerie z.T. langjährige Füh-rungserfahrungen im internationalen Hotelbusiness. Das Leistungsspektrum beinhaltet von der individuel-len Analyse über die Konzeptentwicklung bis hin zum Pre-Opening-Management sämtliche Bereiche der touristischen Beratung. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Unternehmerpersönlichkeit sowie die Stär-ken und Schwächen, die Chancen und Risiken und vor allem der Innovationsgedanke.
 Dabei behalten sie - auch im engen Austausch mit der Wissenschaft - Zukunftsforschung, aktuelle Trends und realistische Umsetzungsmöglichkeiten im Fokus ihrer Arbeit und wissen so, welche Konzepte und Veränderungen echte Chancen bieten.



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