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„Einen RQP-Berater würde ich mir immer wieder ins Boot holen!“ - RQP-Berater Jörg Grimm und Unternehmer Ralf Wendt machten IT-Dienstleister Novo-Net gemeinsam fit für die Zukunft

Dezember 2014
von Christiane Tiemann, Tanja Werner

RQP Info: Ausgabe 04/Dezember 2014

Pinneberg/Eckernförde.
Ralf Wendt, geschäftsführender Gesellschafter der Novo-Net GmbH & Co. KG aus Pinneberg, hatte ein Problem. Die Geschäfte seines vor über 15 Jahren gegründeten IT-Dienstleisters und DATEV-Systempartners liefen meistens ganz ordentlich. Trotzdem konnte er seine Hausbank nicht davon überzeugen, den finanziellen Spielraum zu vergrößern. „Wir sind in den vergangenen Jahren gewachsen“, erläutert der 53-jährige gelernte EDV-Techniker und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. „Nur unser Kreditrahmen ist nicht größer geworden, da wir mit unserem umfangreichen Know-how als Kapital nicht ausreichend Sicherheiten bieten konnten. So standen wir bei besonders guter Auftragslage schnell finanziell mit dem Rücken an der Wand.“ Um eine Lösung zu finden, brachte die Hausbank die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein ins Spiel, die wiederum RQP mit ihrem Beraterpool einschaltete. Nach dem RQP-Beratungsprojekt kann sich Firmenchef Ralf Wendt auf einer soliden finanziellen Grundlage erfolgreich den Marktherausforderungen stellen – und denkt sogar über einen weiteren Unternehmensausbau nach.

Ralf Wendt Jörg Grimm
Da stimmte „die Chemie“ von Anfang an: Novo-Net-Geschäftsführer
Ralf Wendt und RQP-Berater Jörg Grimm (Fotos: privat)

RQP hatte den gebürtigen Ost-Westfalen und Wahl-Schleswig-Holsteiner Wendt mit Berater Jörg Grimm (53) aus Eckernförde zusammengebracht. „Ehrlich gesagt, war ich am Anfang sehr skeptisch. Unternehmensberater kassieren eh nur ab, war meine Meinung“, erinnert sich Ralf Wendt. „Im Nachherein hätte ich diese Hilfe aber schon viel früher in Anspruch nehmen sollen.“ Denn die Chemie zwischen dem Unternehmer und dem RQP-Berater stimmte von Anfang an, meint Jörg Grimm: „Kaffeetasse links, Bilanz rechts, muss man erst einmal ins Gespräch kommen, Vertrauen aufbauen, um dann die Schwierigkeiten in Ruhe‚ auseinanderzuklabüstern‘.“ Dabei setzt der Berater am Anfang stark aufs Zuhören und fährt dafür „sämtliche Antennen“ weit aus. „Erst dann bringe ich mich stärker ein, ohne den Unternehmer zu erdrücken, analysiere Unterlagen und erarbeite in einem letzten Schritt passgenaue Maßnahmen.“

Nicht immer ist das Beratungsgeschäft für Jörg Grimm so einfach. „Häufig spielen wir Feuerwehr und manchmal treffen wir auf verkorkste Situationen, aus denen wir auch nichts mehr machen können, vor allem wenn wir viel zu spät gerufen werden“, erläutert der gelernte und studierte Kaufmann. Besonders schwierig sei es, wenn der Chef selbst das Geschäftsmodell ist. „Einen Familienunternehmer kann man nicht einfach entlassen, wenn er am Ende seiner Möglichkeiten angekommen ist. Den Herren dann auf das Nebengleis zu bringen und zu sagen, lass uns doch mal deine Entscheidungen der letzten Jahre kritisch durchgehen, braucht manchmal Geduld.“ Dennoch gelinge es immer wieder, den Turnaround zu schaffen.

Das war bei Novo-Net kein Problem. Viele Verbesserungen von einem Controlling-System bis zur Personalverstärkung hatte Ralf Wendt schon selbst erfolgreich initiiert. Da die Bank dennoch nicht überzeugt war, hat Jörg Grimm angefangen, gemeinsam mit dem Unternehmer das Geschäftsmodell insgesamt kritisch unter die Lupe zu nehmen und legte seinen Finger auf den Puls der Branche: Passen Vertriebskanäle, handelnde Personen oder Produkte noch? Wie ist die Marktsituation? Wer sind die Konkurrenten und was können sie? Wie kann der Außenauftritt verbessert und wie können neue Kunden erschlossen werden? „Diese Fragen waren ein paar Tage zu lang liegengeblieben“, analysiert Jörg Grimm und Ralf Wendt bestätigt: „Nach vielen Jahren im Geschäft, hat man irgendwann Scheuklappen auf und vernachlässigt so manch eine strategische Entscheidung. Ein externer Experte kann hier Grenzen, aber auch Möglichkeiten aufzeigen.“

Bürgschaftsbank und Hausbank waren von dem ausgearbeiteten Konzept überzeugt, mit dem der RQP-Berater sowohl für die Geldgeber als auch für Novo-Net eine völlige Transparenz und damit neues Vertrauen geschaffen hatte. Der Geldhahn wurde weiter aufgedreht. Und so nebenbei ist eine neue Unternehmensstrategie entstanden. Jörg Grimm: „In dem wir alles gemeinsam vom Kunden bis zu den Feinheiten der Branche und dem Wettbewerb hinterfragt haben, ist ein Strauß von Verbesserungsideen entstanden, der sich in den kommenden Monaten immer weiter entfalten wird.“ Unter anderem soll die Werbung ausgebaut werden. „Wer mit verschiedenen Aktionen nicht ständig für ein Hintergrundrauschen beim Kunden sorgt, muss sich nicht wundern, wenn dieser nicht mehr kommt“, hat Ralf Wendt gelernt.

Die Zusammenarbeit von Novo-Net und dem RQP-Berater ist mit dem erfolgreichen Projektabschluss nicht beendet. Zum einem verlangt die Bank quartalsweise einen Bericht, den Experte Grimm für den IT-Dienstleister erstellt. „Aber auch ohne diesen Druck würde ich mir Jörg Grimm immer wieder ins Boot holen, da er einen ganz anderen Blickwinkel als wir hat“, sagt Ralf Wendt. Und so hat er seine Skepsis gegenüber Unternehmensberater schon längst zu den Akten gelegt. Sein Tipp an andere Unternehmer: „Keine Angst vor Berater, die von RQP vermittelt werden.“

Beraterprofil: Jörg Grimm (Betinski + Grimm Unternehmensberatung – BGU, Eckernförde)

Jörg Grimm ist ein Kaufmann in jeglicher Hinsicht. Er hat sowohl Industriekaufmann gelernt als auch ein Studium als Diplom-Betriebswirt abgeschlossen. Vor Einstieg als Partner in die Eckernförder Beratungs-gesellschaft BGU im Jahre 1996 hat er in der Industrie und im verarbeitenden Gewerbe in verschiedenen leitenden Funktionen aktiv Erfahrungen gesammelt. Vor diesem Hintergrund ist Grimm in der Lage, in relativ kurzer Zeit tief in Unternehmen mit ihren gesellschaftsrechtlichen Gegebenheiten und Bilanzen einzudringen. Neben dem analytischen Part zählt zu den Stärken des RQP-Unternehmensberaters das Entwickeln geeigneter Maßnahmen für die Optimierung zum Beispiel von Finanzen oder des Geschäfts-modells, um den Beratungskunden fit für die Zukunft zu machen.


Foto I: privat
Foto II: privat

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